Warum wir bei 2bu design Großzügigkeit nicht dem Zufall überlassen

Interessanterweise wird Großzügigkeit in vielen Unternehmen als nette Geste behandelt – etwas, das passiert, wenn gerade Zeit oder Budget übrig ist. Wir haben das anders gelöst. Bei 2bu design gibt es drei feste Wege, wie sich Vertrauen, Empfehlungen und Engagement auszahlen: für die Menschen, die uns weiterempfehlen, und für Organisationen, die mit wenig Budget viel bewegen wollen. Wie genau das aussieht – und warum wir bestimmte Dinge bewusst nicht vergüten – erzählen wir in diesem Einblick.

Kategorie

Branding | Marketing

Autor

Katrin Tindler-Kempen

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Ausgangslage: Warum Empfehlungen mehr verdienen als ein Dankeschön
  2. Der Denkprozess: Drei Wege, drei Logiken
  3. Was daraus geworden ist: Das Empfehlungsprogramm
  4. Was daraus geworden ist: Support-Aktionen mit echtem Gegenwert
  5. Was daraus geworden ist: Das NGO-Förderprojekt
  6. Was wir bewusst nicht vergüten – und warum das wichtig ist
  7. Was wir daraus gelernt haben

Die Ausgangslage: Warum Empfehlungen mehr verdienen als ein Dankeschön

Eine Marke wächst selten allein durch Werbung. Sie wächst durch Menschen, die anderen Menschen erzählen, mit wem sie gerne gearbeitet haben. Wir haben das lange Zeit hingenommen, ohne viel darüber nachzudenken – eine Empfehlung kam, wir haben uns gefreut, fertig.

Irgendwann haben wir uns aber gefragt, ob das eigentlich fair ist. Wenn jemand uns sein eigenes Netzwerk öffnet und damit ein Risiko eingeht – schließlich steht der eigene Name dafür ein –, dann ist das mehr als eine Randnotiz. Es ist Arbeit, auch wenn sie sich nicht so anfühlt. Und Arbeit, die zu einem echten Projekt führt, darf auch entsprechend honoriert werden.

Aus dieser Überlegung ist kein einzelnes Programm entstanden, sondern drei – weil nicht jede Form der Unterstützung gleich ist, und weil wir nicht alles über einen Kamm scheren wollten.

Der Denkprozess: Drei Wege, drei Logiken

Die spannendere Frage war nicht „Wie bedanken wir uns?", sondern „Wofür genau bedanken wir uns?" Eine direkte Empfehlung, die zu einem unterschriebenen Projekt führt, ist etwas anderes als eine ehrliche Google-Bewertung. Und eine ehrliche Bewertung ist wieder etwas anderes als die Großzügigkeit einer NGO, die sich traut, sich für ein kostenfreies Projekt zu bewerben, obwohl die Konkurrenz groß ist.

Also haben wir drei Logiken entwickelt:

  • Wer uns ein konkretes Projekt vermittelt, trägt unternehmerisches Risiko mit – das verdient eine Provision.
  • Wer uns auf andere Weise unterstützt, etwa durch eine Bewertung oder einen Artikel, verdient Anerkennung in Form eines Rabatts auf die eigene nächste Zusammenarbeit mit uns.
  • Und weil Großzügigkeit keine Einbahnstraße sein soll, geben wir zweimal im Jahr ein komplettes Projekt kostenfrei an eine Organisation aus dem Tierschutz oder dem veganen Bereich ab.

Drei Programme, ein gemeinsamer Gedanke: Wer uns vertraut oder uns hilft, sichtbarer zu werden, soll davon auch tatsächlich etwas haben – nicht nur ein Dankeschön in Textform.

Was daraus geworden ist: Das Empfehlungsprogramm

Wer uns eine Person vorstellt, die genau das sucht, was wir tun, und aus diesem Kontakt ein echtes Projekt entsteht, erhält 15 % des Projektwertes – einmalig, ohne Obergrenze nach oben. Der Ablauf ist bewusst einfach gehalten: Kontakt herstellen, Erstgespräch führen, bei Vertragsschluss erhält die empfehlende Person ihre Provision.

Keine Kette, keine mehrstufige Hierarchie, keine versteckten Bedingungen. Eine Empfehlung, ein Projekt, eine Provision. Was uns dabei besonders wichtig war: Wir wollten kein System bauen, das sich anfühlt wie Network-Marketing. Es geht um eine einzelne, persönliche Empfehlung – nicht um ein Pyramidenprinzip.

Was daraus geworden ist: Support-Aktionen mit echtem Gegenwert

Nicht jede Form von Unterstützung lässt sich in eine Provision übersetzen. Manche Gesten sind kleiner, aber genauso wertvoll – ein Social-Media-Post mit Verlinkung, eine ehrliche Bewertung, ein Blog-Artikel über die Zusammenarbeit, eine Nennung im Impressum als Agentur des Vertrauens. Für solche Aktionen gibt es einen Rabatt auf das nächste eigene Projekt, gestaffelt nach Aufwand:

  • Ein Social-Media-Post mit Verlinkung und persönlicher Empfehlung wird mit 5 % Rabatt auf das nächste Projekt honoriert.
  • Eine ehrliche Bewertung auf Google oder Facebook bringt 10 % Rabatt.
  • Ein eigener Blog-Artikel über die Zusammenarbeit, mit Verlinkung, wird mit 120 € Gutschrift auf das nächste Projekt belohnt.
  • Eine Nennung im Impressum oder im „Über uns"-Bereich als Agentur des Vertrauens wird ebenfalls mit 5 % Rabatt honoriert.

Wichtig ist uns dabei eine Sache: Bewertungen und Empfehlungen sollen immer die tatsächliche Erfahrung widerspiegeln. Wir bitten nie um eine bestimmte Sternezahl oder vorformulierte Texte – nur um die eigene, ehrliche Stimme. Plattformen wie Google und Meta verlangen außerdem, dass eine Gegenleistung für Bewertungen offen erkennbar ist. Bei uns ist das unkompliziert: Rabatt für eine echte Erfahrung, nichts wird verschleiert.

Ein Satz, der uns dabei wichtig war

"Wir wollten ein System, bei dem niemand das Gefühl hat, etwas erkaufen zu müssen – sondern eines, das einfach würdigt, was ohnehin aus echter Überzeugung passiert."
Katrin Tindler-Kempen | Inhaberin 2bu design

Was daraus geworden ist: Das NGO-Förderprojekt

Manche Wirkung lässt sich nicht in Prozenten messen. Deshalb setzen wir zweimal im Jahr ein Branding- oder Marketingprojekt vollständig kostenfrei für eine Organisation aus dem veganen Bereich oder dem Tierschutz um.

Bewerben kann sich, wer uns eine kurze Nachricht schickt, mit Organisationsname und dem Hinweis, wer sie sind, was sie bewegt und welches Projekt ihnen weiterhelfen würde. Unter allen Bewerbungen wählen wir die Organisation aus, deren Anliegen und Wirkung uns am meisten berühren.

Was uns dabei besonders am Herzen liegt: Auch wer nicht ausgewählt wird, soll sich die Bewerbung gelohnt haben. Alle nicht ausgewählten NGOs erhalten 40 % Rabatt auf ein Projekt mit 2bu design. Denn am Ende zählt nicht nur, wer gewinnt, sondern dass möglichst viele Organisationen mit Haltung sich eine starke Marke leisten können.

Was wir bewusst nicht vergüten – und warum das wichtig ist

Vielleicht geht es an dieser Stelle gar nicht darum, möglichst viel zu belohnen, sondern darum, ehrlich zu bleiben. Likes, einfache Kommentare oder kleine Gesten in den sozialen Medien freuen uns sehr – sie sind Teil einer lebendigen Gemeinschaft, und genau das wünschen wir uns. Aber wir bezahlen nicht dafür.

Bezahltes Engagement verstößt gegen die Richtlinien der Plattformen, und es würde genau dem widersprechen, wofür wir eigentlich stehen: Ehrlichkeit ohne Marketing-Trickserei. Ein Like ist uns trotzdem etwas wert. Nur eben nicht in Euro.

Was wir daraus gelernt haben

Schließlich ist nicht jede Form von Wertschätzung gleich – und genau das wird in der Unternehmenswelt oft übersehen. Ein paar zentrale Erkenntnisse aus diesem Prozess:

  • Großzügigkeit funktioniert am besten, wenn sie zur jeweiligen Geste passt – eine Provision für ein vermitteltes Projekt, ein Rabatt für eine ehrliche Bewertung, ein kostenfreies Projekt für eine NGO mit wenig Budget.
  • Klare, einfache Regeln schaffen mehr Vertrauen als komplizierte Stufensysteme.
  • Transparenz bei Bewertungen ist kein lästiges Compliance-Thema, sondern Teil einer ehrlichen Markenhaltung.
  • Nicht jede Unterstützung muss vergütet werden, um wertgeschätzt zu werden – manchmal reicht es, das offen zu sagen.
  • Wer Großzügigkeit ernst nimmt, denkt auch an die, die am Ende nicht gewinnen.

Du fragst dich, wie eine Marke entstehen kann, die nicht nur gut aussieht, sondern auch ihre Werte konsequent in jedes Detail überträgt?

Bei 2bu design entwickeln wir Branding-Strategien für Unternehmen, die nachhaltig, bewusst und mit Haltung arbeiten – von der Markenstrategie bis zur visuellen Identität, und manchmal eben auch bis ins Kleingedruckte eines Empfehlungsprogramms.

Schau dir unsere Leistungen an oder melde dich direkt bei uns. Gemeinsam finden wir heraus, wie deine Marke sichtbar werden kann – klar, authentisch und langfristig wirksam.

Katrin Tindler-Kempen

Katrin Tindler-Kempen

Inhaberin, Branding- & Marketing-Expert

Ich bin Katrin – Gründerin von 2bu design, Branding- und Marketing Consultant, Design-Nerd und überzeugte Veganerin. Ich unterstütze nachhaltige, ethische und werteorientierte Unternehmen dabei, sichtbar zu werden – ohne Greenwashing, leere Buzzwords oder austauschbares Marketing-Geschrei.

Meine beruflichen Stationen führten mich unter anderem zu Agenturen wie MetaDesign, frog, GREY, Publicis und milla&partner. Dort durfte ich internationale Marken begleiten und an Projekten arbeiten, die mit unterschiedlichen Awards ausgezeichnet wurden. 

Wenn ich nicht gerade an Strategien, Designs oder Markenidentitäten arbeite, verliere ich mich vermutlich in Interior-Inspiration, veganen Rezepten oder viel zu vielen offenen Browser-Tabs gleichzeitig. Ein kreatives Chaos mit System. Meistens zumindest.