Inhaltsverzeichnis
- Die Ausgangslage: Warum Empfehlungen mehr verdienen als ein Dankeschön
- Der Denkprozess: Drei Wege, drei Logiken
- Was daraus geworden ist: Das Empfehlungsprogramm
- Was daraus geworden ist: Support-Aktionen mit echtem Gegenwert
- Was daraus geworden ist: Das NGO-Förderprojekt
- Was wir bewusst nicht vergüten – und warum das wichtig ist
- Was wir daraus gelernt haben
Die Ausgangslage: Warum Empfehlungen mehr verdienen als ein Dankeschön
Eine Marke wächst selten allein durch Werbung. Sie wächst durch Menschen, die für dieselbe Sache stehen und sich gegenseitig sichtbar machen. Wer sich für Nachhaltigkeit, Tierschutz oder eine bewusstere Wirtschaft einsetzt, kommt selten allein ans Ziel – sondern durch ein Netzwerk aus Menschen und Organisationen, die einander unterstützen, weiterempfehlen und füreinander einstehen. Genau dieses Prinzip wollten wir nicht dem Zufall überlassen, sondern bewusst in unsere Arbeitsweise einbauen.
Wenn jemand uns sein eigenes Netzwerk öffnet und damit ein Risiko eingeht – schließlich steht der eigene Name dafür ein –, dann ist das mehr als eine Randnotiz. Es ist Arbeit, auch wenn sie sich nicht so anfühlt. Und auch eine Referenz ist Arbeit: Zeit investieren, sich fotografieren oder filmen lassen, offen über die Zusammenarbeit sprechen. Arbeit, die uns sichtbarer macht oder zu einem echten Projekt führt, darf auch entsprechend honoriert werden.
Aus dieser Überlegung ist kein einzelnes Programm entstanden, sondern drei – weil nicht jede Form der Unterstützung gleich ist, und weil wir nicht alles über einen Kamm scheren wollten.
Der Denkprozess: Drei Wege, drei Logiken
Die spannendere Frage war nicht „Wie bedanken wir uns?", sondern „Wofür genau bedanken wir uns?" Eine direkte Empfehlung, die zu einem unterschriebenen Projekt führt, ist etwas anderes als eine ehrliche google-Bewertung. Und eine ehrliche Bewertung ist wieder etwas anderes als die Großzügigkeit einer NGO, die sich traut, sich für ein kostenfreies Projekt zu bewerben, obwohl die Konkurrenz groß ist.
Also haben wir drei Logiken entwickelt:
- Wer uns ein konkretes Projekt vermittelt, trägt unternehmerisches Risiko mit – das verdient eine Provision.
- Wer uns auf andere Weise unterstützt, etwa durch eine Bewertung oder einen Artikel, verdient Anerkennung in Form eines Rabatts auf die eigene Zusammenarbeit mit uns.
- Und weil uns Tierschutz besonders am Herzen liegt, setzen wir zweimal im Jahr ein komplettes Branding-Projekt kostenfrei um für eine Non-Profit-Organisation aus dem Tierschutz.
Drei Programme, ein gemeinsamer Gedanke: Wer uns vertraut oder uns hilft, sichtbarer zu werden, soll davon auch tatsächlich etwas haben – nicht nur ein Dankeschön in Textform.
Was daraus geworden ist: Das Empfehlungsprogramm
Wer uns jemanden vorstellt, der genau das sucht, was wir tun, und aus diesem Kontakt ein echtes Projekt entsteht, erhält 15 % Provision auf den Wert des ersten Projekts. Der Ablauf ist ganz einfach: Du stellst den Kontakt her, die Person bucht mit uns ein Kaffee-Date, und bei Vertragsschluss erhältst du deine Provision.
Also: eine Empfehlung, ein Projekt, eine Provision. Was uns dabei besonders wichtig ist: Wir möchten kein System bauen, das sich anfühlt wie Network-Marketing. Es geht um ehrliche Empfehlungen – weil wir für eine gemeinsame Sache stehen. Und nicht nur das. Vielleicht möchten auch deine Kundinnen und Kunden gerne darauf vertrauen, dass du mit Marken und Menschen zusammenarbeitest, die die gleichen Werte vertreten.
Was daraus geworden ist: Support-Aktionen mit echtem Gegenwert
Nicht jede Form von Unterstützung lässt sich in eine Provision übersetzen. Manche Gesten sind kleiner, aber genauso wertvoll – ein Bild, ein Social-Media-Post, ein Blog-Artikel, eine Nennung als Urheber. Damit hier niemand rechnen oder verhandeln muss, gilt eine einfache Regel: jede Aktion zählt 10 %.
| # | Aktion | Rabatt | Gilt für | Wiederholbar |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Referenz mit Bild zur freien Nutzung | 10 % | erstes Projekt | Ja, pro neuem Projekt erneut |
| 2 | Social-Media-Post auf Kunden-Kanälen | 10 % | erstes oder nächstes Projekt | Ja, pro neuem Projekt erneut |
| 3 | Blog-Artikel auf der Kunden-Website | 10 % | erstes oder nächstes Projekt | Ja, höchstens 1 x pro Jahr, insgesamt maximal 3 x |
| 4 | Nennung als Urheber im Medium | 10 % | jeweiliger Touchpoint | Ja, pro Touchpoint einmalig, wo sinnvoll |
| 5 | Video-Testimonial zur freien Nutzung | 10 % | nächstes Projekt | Nein, einmalig |
| 6 | Bewertung auf google oder facebook | Unvergütet | — | — |
| 7 | Pressemitteilung | Unvergütet | — | — |
Ein Blog-Artikel zählt dabei nur, wenn er zusätzlich auf Social Media geteilt wird – die Verlinkung soll ja auch tatsächlich sichtbar werden, nicht nur auf der eigenen Website stehen. Die Nennung als Urheber ist bewusst flexibel gehalten und kann dort erscheinen, wo sie inhaltlich Sinn ergibt: im Impressum der Website, auf dem Call-to-Action-Slide eines Social-Media-Posts, im Impressum eines Editorial-Projekts oder am Rand eines Event-Roll-ups. Ein Video-Testimonial ist erst ab dem zweiten Projekt möglich. So ein Video lebt davon, dass man authentisch dahinter steht – und das kann man erst, wenn man wirklich überzeugt ist von der Zusammenarbeit.
Was das konkret bedeuten kann: Erstprojekt: Referenz mit Bild (10 %) plus Social-Media-Post (10 %) plus Blog-Artikel (10 %) plus Nennung als Urheber (10 %) ergeben bis zu 40 % Rabatt auf das erste Projekt. Zweitprojekt: Kommt ein weiteres Projekt hinzu, ist jetzt auch das Video-Testimonial verfügbar. Referenz mit Bild, Social-Media-Post, Blog-Artikel, Nennung als Urheber und Video-Testimonial ergeben zusammen bis zu 50 % Rabatt auf das neue Projekt.
Empfehlungen und Erfahrungsberichte sollen immer die tatsächliche Zusammenarbeit widerspiegeln. Wir bitten daher nie um eine bestimmte Sternezahl oder vorformulierte Texte – sondern ausschließlich um eine ehrliche, authentische Meinung. Darüber hinaus bitten wir alle Projektpartner, die jeweiligen Richtlinien der Plattformen, insbesondere zur Kennzeichnung von Werbung oder Gegenleistungen, einzuhalten.
Bei allen unseren Projekten gilt ein Referenznutzungsrecht. Das bedeutet, dass wir die entstandenen Arbeiten – sofern keine abweichende Vereinbarung schriftlich getroffen wurde – als Referenzen auf unserer Website und in unseren Kommunikationskanälen veröffentlichen. Als Zeichen der Wertschätzung übertragen wir unseren Kunden die vereinbarten Nutzungsrechte ohne zusätzliche Kosten. Für uns ist das Teil einer fairen Zusammenarbeit: gute Arbeit darf genutzt werden – auf beiden Seiten.
"Wir wollten ein System, bei dem niemand das Gefühl hat, etwas tun oder verkaufen zu müssen – sondern eines, das einfach würdigt, was ohnehin aus echter Überzeugung passiert."
Katrin Tindler-Kempen | Inhaberin 2bu design
Was daraus geworden ist: Das NGO-Förderprojekt
Manche Wirkung lässt sich nicht in Prozenten messen. Deshalb setzen wir zweimal im Jahr ein Branding-Projekt vollständig kostenfrei für eine Non-Profit-Organisation aus dem Tierschutz um. Unter den Bewerbungen wählen wir die Non-Profit-Organisation aus, deren Anliegen und Wirkung uns am meisten berühren. Natürlich spielt es auch eine Rolle, ob ihr euch direkt zu Beginn des Jahres meldet oder nachdem die anderen Plätze bereits vergeben sind.
Was uns dabei besonders am Herzen liegt: Auch für die Non-Profit-Organisationen, die nicht ausgewählt wurden, soll sich die Bewerbung gelohnt haben. Alle nicht ausgewählten NGOs erhalten neben den gleichen Support-Aktionen wie reguläre Kunden einen garantierten Zusatzrabatt von 20 % – unabhängig davon, wie viele Referenz-Bausteine sie liefern können. In Summe kommen nicht ausgewählte NGOs damit auf bis zu 60 % Rabatt auf ihr erstes Branding-Projekt.
Weitere Infos dazu und wie die Bewerbung genau abläuft, erklären wir ausführlich in unserem Artikel zum kostenlosen Branding für Tierschutz-NGOs. Am Ende zählt nicht, wer gewinnt, sondern dass möglichst viele Non-Profit-Organisationen mit Haltung sich eine starke Marke leisten können.
Was wir bewusst nicht vergüten – und warum das wichtig ist
Vielleicht geht es an dieser Stelle gar nicht darum, möglichst viel zu belohnen, sondern darum, ehrlich zu bleiben. Likes, einfache Kommentare oder kleine Gesten in den sozialen Medien freuen uns sehr – sie sind Teil einer lebendigen Gemeinschaft, und genau das wünschen wir uns. Auch eine Bewertung auf google oder facebook sowie eine Pressemitteilung sind uns herzlich willkommen. Aber wir bezahlen nicht dafür.
Bezahltes Engagement verstößt gegen die Richtlinien der Plattformen, und es würde genau dem widersprechen, wofür wir eigentlich stehen: Ehrlichkeit ohne Marketing-Trickserei. Eine Bewertung ist uns trotzdem etwas wert. Nur eben nicht in Prozenten.
Was wir daraus gelernt haben
Nicht jede Form von Wertschätzung ist gleich – und genau das wird in der Unternehmenswelt oft übersehen. Ein paar zentrale Erkenntnisse aus diesem Prozess:
- Wertschätzung funktioniert am besten, wenn sie zur jeweiligen Geste passt – eine Provision für ein vermitteltes Projekt, ein Rabatt für eine ehrliche Referenz, ein kostenfreies Projekt für eine NGO mit wenig Budget.
- Klare, einfache Regeln schaffen mehr Vertrauen als komplizierte Stufensysteme.
- Transparenz bei Bewertungen ist kein lästiges Compliance-Thema, sondern Teil einer ehrlichen Markenhaltung.
- Nicht jede Unterstützung muss vergütet werden, um wertgeschätzt zu werden – manchmal reicht es, das offen zu sagen.
- Wer eine Beziehung ernst nimmt, denkt auch an die, die am Ende nicht gewinnen.
Du fragst dich, wie eine Marke entstehen kann, die nicht nur gut aussieht, sondern auch ihre Werte konsequent in jedes Detail überträgt?
Bei 2bu design entwickeln wir Brandings für Unternehmen, die nachhaltig, bewusst und mit Haltung arbeiten – von der Markenstrategie bis zur visuellen Identität, und manchmal eben auch bis ins Kleingedruckte eines Empfehlungsprogramms.
Schau dir unsere Leistungen an oder melde dich direkt bei uns. Gemeinsam finden wir heraus, wie deine Marke sichtbar werden kann – klar, authentisch und langfristig wirksam.





